Witwen

Im kenianischen Dorf Nyabondo haben sich ca. 300 Witwen zu einer Selbsthilfeorganisation zusammengeschlossen. Die Mitglieder des Vorstandes haben ihre Männer überwiegend durch AIDS verloren und sind häufig selbst infiziert. Mehr als 20% der Bewohner in der Region um Nyabado sind HIV-positiv. Traditionell stehen die Witwen in Kenia als billige Arbeitskräfte der Famillie des verstorbenen Ehemannes zur Verfügung und werden durch diese mehr oder weniger freundlich aufgenommen. Die Portraitierten dagegen leben unabhängig und ökonomisch selbständig – mit allen Schwierigkeiten, die das mit sich bringt. Oft für mehrere Kinder verantwortlich, symbolisieren sie ein modernes Frauenbild auf dem afrikanischen Kontinent. Die Porträtserie wurde mehrfach ausgezeichnet.

(english below)
 
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In the Kenyan village of Nyabondo, about 300 widows have joined together to form a self-help organization. The members of the board have mostly lost their husbands to AIDS and are often infected themselves. More than 20% of the inhabitants in the region around Nyabado are HIV positive. Traditionally, widows in Kenya are available as cheap labor to the family of the deceased husband and are more or less kindly received by them. The portrayed women, on the other hand, live independently and economically – with all the difficulties that this entails. Often responsible for several children, they symbolize a modern image of women on the African continent. The portrait series has won several awards.