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16. August 2022 ...

Immer wenn es mir auf meiner Wanderung nach Syrakus gelingt, für weniger als 70 € pro Tag zu übernachten, werde ich den Differenzbetrag auf einem Spendenkonto sammeln und am Ende meiner Reise dem InterMedia f.C.e.V. spenden, welcher das ukrainische Volk in seinem Kampf gegen die russischen Aggressoren unterstützt. Geben mir Menschen kostenlos Quartier, gehen volle 70 € an diesen Verein. Ihr könnt Euch mit eigenen Spenden an meinem Projekt beteiligen. Hier der Link zu Paypal.  Whenever I manage to stayWeiterlesen

Tag 97 der Reise, von Villagio Mose über Palma di Monteciaro nach Ciotta, 27 km

6. Dezember 2022 ...

english below 06.12.2022 Heute bin ich mal wieder eine längere Strecke gegangen. Damit liege ich gut im Plan und werde in Syrakus gewiss noch Zeit für einen Gang an die Arethusa-Quelle haben, dem eigentlichen Ziel von Seumes Reise. Mein Weg führte mich heute ganz überwiegend über Feldwege und kleine Straßen, dabei vor allem über die Vorgängerroute der heutigen SS115. Die neue Straße ist für Fußgänger und eigentlich auch Radfahrer weitgehend unpassierbar. Keine Fußwege ist ja normal in Italien. Hier aberWeiterlesen

Tag 96 der Reise, von Neapel nach Palermo mit der Fähre, nach Agrigent mit der Eisenbahn, 13 km gelaufen bis Villaggio Mose

5. Dezember 2022 ...

05.12.2022 Heute früh war ich recht erstaunt, als ich beim Ausschiffen feststellen musste, dass auf der ganzen Fähre nur etwa 40 Passagiere gereist sind, die meisten mit ihren Autos. Die mangelnde Auslastung verschaffte mir eine ruhige Nacht in einer komfortablen Kabine, die eigentlich für drei Passagiere vorgesehen ist. Früher als offizell angegeben, nämlich schon um 06.30 h, war das Schiff in Palermo. Geht man in Palermo vom Hafen Richtung Innenstadt, hat man das Gefühl, die Verwahrlosung hat eine weitere StufeWeiterlesen

Tage 95 der Reise, Neapel

5. Dezember 2022 ...

04.12.2022 Heute war ein maritimer Tag. Erst sind wir mit dem teils unterirdisch fahrenden Vorortzug an die Küste bei Posillipo gefahren, ein einstmals recht mondäner Badeort. Claudia wollte unbedingt das Meer sehen. Allerdings gibt es keinen öffentlichen Strand oder nur winzige Stücke, denn auch hier ist die ganze Küste privatisiert, hinter Zäunen und Mauern versenkt. Draußen auf dem Meer ankerte ein Flugzeugträger mit einigen Versorgungsschiffen umstellt. Zur Stadt hin hat man Teile der Uferstraße für Autos gesperrt, so dass dieWeiterlesen

Tage 93 und 94 der Reise, Neapel

5. Dezember 2022 ...

english below 02. und 03.12.2022 Seume schreibt 1802: „Neapel sollte, deucht mir, eine bessere Kathedrale haben. Das vorzüglichste darin sind einige merkwürdige Grabsteine und die Kapelle des Heiligen. Dieses ist aber nicht der Ort, wo er gewöhnlich schwitzen muß; das geschieht vor der Stadt in dem Hospital bei den Katakomben. In den Katakomben kroch ich über eine Stunde herum, und beschaute das unterirdische Wesen, und hörte die Gelehrsamkeit des Cicerone, der, wie ich vermute, Glöckner des Hospitals war. Über denWeiterlesen

Tag 92 der Reise, von Caserta nach Neapel, 30 km Eisenbahn, 3 km zu Fuß

2. Dezember 2022 ...

01.11.2022 Heute ist sowas wie ein kleiner Geburtstag: vor genau drei Monaten bin ich in Grimma losgelaufen. Das scheint mir eine Ewigkeit her. Wenn ich die während dieser Zeit entstandenen Fotografien durchblättere, stelle ich fest, dass ich derart viel gesehen und erlebt habe, dass ich vieles davon längst vergessen hätte, wenn es nicht dieses digitale Tagebuch und die Fotografien gäbe. Heute ist aber auch ein schöner Tag, weil meine Gattin mich besuchen kommt. Seume mit der Kutsche – ich mitWeiterlesen

Tag 91 der Reise, von Capua nach Caserta, 12 km

30. November 2022 ...

30.11.2022 english below Die Beschreibung von Seume traf es ganz gut (siehe Eintrag von gestern). Tatsächlich traf ich während der Wanderung heute auf ein Amphitheater und zwei antike Denkmale. Alle drei leider in keinem guten Zustand. Aber was will man auch erwarten nach 2.000 Jahren? In gutem Zustand ist aber auch Capua nicht. Gestern waren die Gassen dunkel und verlassen. Das Restaurant, in dem ich aß, war nicht teuer, das Essen versalzen. Vielleicht lastet auf der Stadt, in der dieWeiterlesen

Tag 90 der Reise, von Francolise nach Capua, 20 km

29. November 2022 ...

29.11.2022 Von dem Quartier, ein Agriturismo-Objekt, kommt man leider nicht weg, ohne die relativ stark befahrene Regionalstraße vor dem Haus zu benutzen. Aber die Strecke auf dieser Straße war relativ kurz. Dann ging es über Nebenstraßen und mehr oder weniger asphaltierte Feldwege durch Obstplantagen, Gewächshausreihen und Felder weiter. Heute hat die Sonne geschienen, aber es pfiff ein kalter Wind. Attraktionen gab es keine weiter an der Strecke. Auffällig nur viele leer stehende Gehöfte. Dort kann man sich immerhin nach BeliebenWeiterlesen

Tag 89 der Reise, von Sessa Aurunca nach Francolise, 22 km

29. November 2022 ...

Sessa ist auch ein kleiner Geheimtipp, und mein Quartier war sehr schön. Es ist ein total verschlafenes Städtchen mit Amphitheater und einer Kathedrale mit romanischen Ursprüngen. Die krummen hohen Gassen lassen einen leicht die Orientierung verlieren. Und so irrte ich denn ein wenig herum, als ich der Kathedrale noch einmal einen Besuch abstatten wollte. Mein Weg begann an einer kleinen Pforte auf der Stadtmauer und hatte zunächst einen recht steilen Abstieg. Es ging hinab in eine Schlucht mit einer altenWeiterlesen

Tag 88 der Reise, vom Garigliano bis Sessa, 18 km

27. November 2022 ...

27.11.2022 english below Gestern Abend gab es in meinem Hotel noch eine Tanzparty Ü40 und für einen pauschalen Betrag ein „All you can eat“- Buffet. Die Italiener sind ein tanz- und sangesfreudiges Völkchen. Und sie sind begeisterte Esser. Ich saß allein an einem Tisch in der Ecke und schaute dem Spektakel zu. Von mir nahm kaum einer Notiz. Nur die vermeintliche Putzfrau entpuppte sich als Mutter der Chefin und lud mich immer aufs Neue ein, von den zahlreichen Speisen zuWeiterlesen

Tag 87 der Reise, von Formia bis an den Garigliano, 17 km

26. November 2022 ...

26.11.2022 english below Die ganze Nacht hatte es wie aus Eimern geschüttet und gestürmt. Aber als ich heute Morgen mein Quartier verließ, hatte der Regen aufgehört. Da der Wetterbericht aber nichts Gutes verhieß, hatte ich Regenhosen und Regenjacke an. Diese und meine Stiefel hatte ich gestern noch mit Silikonspray imprägniert. Nun war ich wieder auf der Via Appia. Der folgte ich bis an mein heutiges Tagesziel. Es geht die ganze Zeit schnurgeradeaus, nur einmal, etwa auf halber Strecke, gibt esWeiterlesen

Tag 86 der Reise, von Itri nach Formia, 12 km

25. November 2022 ...

25.11.2022 english below Auch heute wieder eine kurze Strecke zu Schonung des Fußes. Fuß erholt sich, wird gut. Ich habe aber auch Zeit gewonnen, so dass ich mir kurze Etappen leisten kann. Seume verschafft mir weitere Freiräume, weil er ab hier relativ viel mit dem Maulesel und der Kutsche getrampt ist. Man sagt ja immer, er sei die Strecke weitgehend gelaufen. Es kommen aber bei genauer Betrachtung mehr als 20 % der Strecke des Hinwegs nach Syrakus zusammen, auf denenWeiterlesen

Tag 85 der Reise, von Fondi nach Iltri, 13 km

24. November 2022 ...

24.11.2022, english below Fondi ist auch eine Stadt, die einen erneuten Besuch lohnen würde. Angenehm ist vor allem das verkehrsberuhigte Stadtzentrum. Es gibt eine Festung aus dem Mittelalter, welche zugleich Teil der Stadtmauer war. Die passierte ich beim Verlassen der Stadt. Manchmal staune ich ja, dass Seume Orte erwähnt, aber so imposante Bauwerke mit keiner Silbe würdigt. Ähnlich ging es mir mit der kleinen Befestigung St. Andreas, die man passiert, wenn man – wie vermutlich Seume – die alte ViaWeiterlesen

Tag 84 der Reise, von Terracina nach Fondi, 22 km

24. November 2022 ...

23.11.2022, english below Wen die Welle von oben kommt, hilft auch das beste Imprägnierspray nichts. Ganz wie Seume bin ich nicht den Wanderweg über die Berge gegangen, sondern brav auf der Via Appia, die hier entlang der Küste verläuft. „Der Morgen war frisch und schön, als wir Anxur verließen, der Wind stark und die Brandung hochstürmend, so daß ich am Strande eingenetzt war, ehe ich daran dachte. Die Wogen schlugen majestätisch an den steilen Felsen herauf.“ Genau so war es.Weiterlesen

Tag 83 der Reise, von Velletri nach Terracina, 8 km gewandert, 5 km getrampt, 60 km mit dem Bus

22. November 2022 ...

english below 22.11.2022 Von Velletri ging Seume in Begleitung einer Zufallsbekanntschaft, einem französischen Militär, weiter Richtung Cisterne di Latina. Seume schreibt: „Wir aßen zusammen in Veletri und schlenderten sodann ganz vergnügt die Berge hinab in die Sümpfe hinein, die einige Stunden hinter der Stadt ihren Anfang nehmen. In Cisterne wollten wir übernachten; aber das Wirtshaus hatte die schlechteste Miene von der Welt, und die päpstlichen Dragoner trieben ein gewaltig lärmendes Wesen. Übrigens fiel mir ein, daß dieses vermutlich der OrtWeiterlesen

Tag 82 der Reise, von Marino nach Velletri, 22 km

21. November 2022 ...

21.11.2022 english below Heut habe ich gleich drei Orte passiert, an denen Seume nachweislich gewesen ist. Er schreibt: „Von Albano ging ich den andern Morgen über eben dieses Aricia, dessen Horaz in seiner Reiseepistel von Rom nach Brindisi gedenkt, nach Gensano und Veletri und immer in die Pontinen hinein. Die Leute von Gensano sind mir als die fleißigsten und sittigsten im ganzen Kirchenstaate vorgekommen, und sie haben wirklich ihr Fleckchen Land so gut bearbeitet, daß sie den Wohltaten der NaturWeiterlesen

Tag 81 der Reise, Ruhetag in Marino

20. November 2022 ...

Eigentlich wollte ich meinen Ruhetag in Rom machen, habe dann aber gezögert, weil ich glaubte, Rom sei insgesamt recht teuer. Leider gilt das auch für die Vororte im Süden der Stadt, sicher auch beeinflusst durch den hier gelegenen Flughafen. Daher finde ich jetzt kaum mehr Quartiere unter 70 € die Nacht, abgesehen von irgendwelchen Schlafsälen, auf die ich keine Lust habe. Aber mein rechter Fuß braucht dringend eine Pause. Das Gelenk ist etwas geschwollen. Der linke, der eigentlich durch ArthroseWeiterlesen

Tag 80 der Reise, von Rom auf der Via Appia bis Marino, 23 km

19. November 2022 ...

 19.11.2022 Eigentlich war für heute wechselhaftes mildes Wetter angesagt, und so hatte ich das Quartier für die nächste Etappe in Marino schon gebucht. Ein Fehler, denn jetzt sitze ich in einem etwas verqualmt riechenden Zimmer. Als erstes habe ich das Fenster aufgerissen. Aber draußen qualmt es auch: die abendlichen Kaminfeuer verbreiten Feinstaub, den ich mal irgendwann schön fand, der mir aber in Italien etwas auf die Nerven geht, weil die Italiener in jeder Stadt abends anfangen zu kokeln. Ich habeWeiterlesen

Tag 79 der Reise, von Civita Castellana nach Rom über Nepi und Monterosi, 22 km zu Fuß, 37 km mit Bus und Bahn

18. November 2022 ...

Heute war ein Tag, wie er vielfältiger kaum sein könnte. Als ich Civita Castellana verließ, hatte ich erst eine Nebenstraße mit einigem Verkehr zu gehen, dann jedoch um die vier Kilometer eine stark befahrene Fernstraße. Die war noch feucht, und es wirbelten die LKW das Wasser auf, denn in der Nacht hatte es nicht nur geregnet, sondern auch ein starkes Gewitter gegeben, von dem ich kurz nach Mitternacht geweckt wurde. Aber es war T-shirt-Wetter, und das entschädigt für Vieles. HinterWeiterlesen

Tag 78 der Reise – von Otricolo nach Civita Castellana, 20 km

17. November 2022 ...

17.11.2022, english below Heute war der Feierabend wieder hart erkämpft: die Strecke führte zu mehr als 50 % neben stark befahrenen Straßen entlang. Aber es gab keine zumutbare Alternative. Bei Seume kommt Otricolo kaum besser weg als Spoleto: „In Otrikoli , einem alten schmutzigen Orte nicht sehr weit von der Tiber, wo ich gegen Abend ankam, lud man mich gleich vor dem Tore höflich in ein Wirtshaus, und ich trug kein Bedenken meinen Sack abzuwerfen und mich zu den LeutchenWeiterlesen

Tag 77 der Reise, von Narni nach Otricolo, 15 km

16. November 2022 ...

Heute bin ich zeitig los, denn ich wollte mit Rücksicht auf meinen Fuß langsam gehen. Langsameres Gehen verlangt auch der Regen, der für den ganzen Tag angesagt war. Ich hatte mein Regenzeug gleich früh angelegt, die Stiefel hatte ich mangels Imprägnierspray am Abend zuvor wenigstens noch gefettet. Aber als ich das Hotel verließ, war nur ein leichter Nieselregen zu spüren. Hinter Narni, auf dem Berg der benachbarten Burg, habe ich dann schnell die Regenjacke und auch einen Teil der ZwiebelschaleWeiterlesen

Tag 76 meiner Reise, von Terni nach Narni, 15 km

15. November 2022 ...

english below 15.11.2022 Mein rechtes Fußgelenk zickt ein wenig, und ab Mittag war Regen angesagt. Also bin ich keine so lange Strecke gegangen heute. Terni hat im Krieg ca. 100 Bombenangriffe abbekommen, weil es hier viel Industrie gab und gibt. Die Stadt hat daher ein wenig die Anmutung von Heilbronn: viel Schnellgebautes, Gutgemeintes. Mein Hotel war gefüllt mit Geschäftsleuten aus diversen Ländern, teils in Monteursklamotten. Der kürzeste Weg nach Narni ist eigentlich die alte Via Flavinina. 2.200 Jahre alt, aberWeiterlesen

Tag 75 der Reise, von San Giacomo nach Terni, 24 km gewandert, 17 km getrampt

14. November 2022 ...

english below 14.11.2022 Heftiger Regen am Morgen. Und weil das das Gehen verlangsamt, bin ich schon kurz nach sieben losgelaufen, die ersten sechs Kilometer bis Spoleto in strömendem Regen. Einziger Vorteil: dass das Wetter regnerisch wird, war gleich am Morgen klar, und so zog ich in Regenzeug los. Abe rals ich in Spoleto ankam, waren die Stiefel schon nass. Italienische Straßen haben bekanntermaßen selten Fußwege. Heute durfte ich lernen, dass sie auch keine Entwässerung haben. So patscht man am StraßenrandWeiterlesen

Tag 74 der Reise, von Foligno nach San Giacomo, 24 km

13. November 2022 ...

english below 13.11.2022 Auch Foligno gehört zu den Städten, die ich gern noch mal in Ruhe besuchen würde. Kleine krumme Gassen, die nur leider alle neu gepflastert wurden. Wobei das eigentlich kein Pflaster ist, sondern es sind glatt verlegte Platten, die etwas steril wirken. Aber auch Foligno zerbröselt etwas an den Rändern. Hinter der Autobahn zweigt die Route ab auf Wanderwege und kleine Straßen, die angenehm durch Olivenhaine führen. Dort waren die Menschen mit dem Verschneiden und Abernten beschäftigt. GroßeWeiterlesen

Tag 73 der Reise, von Tolentino nach Foligno, 6 km zu Fuß, 58 km getrampt und per Bus

12. November 2022 ...

english below 12. November 2022 Da mein Bus erst um 14.30 h gefahren wäre, begab ich mich an den Ausgang der Stadt und fand eine ganz günstige Stelle zum Trampen. Man brauch ja ein gutes Stück Resilienz, wenn man so reisen möchte. Es wird einem de facto im Minutentakt mitgeteilt, dass man als Mitfahrer unerwünscht ist. Mal lächelt die Person im Auto mitleidig, mal überheblich, mal geht ein stolzer Blick geradeaus, mal wird man mit offenem Mund dümmlich angestaunt, malWeiterlesen

Tag 72 der Reise, von Macerata nach Tolentino, 24 km

11. November 2022 ...

english below Die lange Etappe gestern steckte mir etwas in den Knochen, so dass ich ganz froh war, über nicht allzu viele Kilometer heute. Ich hatte schlecht geschlafen. Mein Quartier bevölkerten leider auch einige junge Leute, die bis Mitternacht lärmten. Hinter Macerata war zunächst starker Berufsverkehr, dann ging es über schmal Straßen, die wenig befahren waren. Ich war zeitig los und sah eine tief stehende Sonne über nebeligen Tälern. Aber bald schon musste ich wieder eine fußweglose Fernstraße nehmen. InWeiterlesen

Tag 71 der Reise, von Fonte della Maddalena (bei Castelfidardo) nach Macerata, 33 km

10. November 2022 ...

english below the pictures Nach dem Bürotag habe ich mir heute mal wieder eine anspruchsvollere Strecke zugetraut. Anspruchsvoll waren vor allem die Höhenmeter, denn es ging im Laufe des Tages 860 m nach oben und immer mal wieder auch bergab. Macerata liegt auf ungefähr 300 m Höhe und weiter hoch ging es auch im Laufe des Tages nicht. Die Landschaft ist von sanft gewölbten Hügeln geprägt. Auf den Feldern sind einzelne Gehöfte verstreut. Von oben sieht das oft aus, alsWeiterlesen

Tag 70 der Reise, Bürotag und Wäsche im Hotel

9. November 2022 ...

english below Heute hatte ich gleich mehrere Zoom-Konferenzen und auch sonst einiges zu tun, was sich schlecht während der Wanderung machen lässt. Der Tag begann mit einem imposanten Vollmond und einem Erbeben. Ich war am Frühstückstisch, als mein Gleichgewichtsorgan seltsame Bewegungen vermeldete. Es fühlte sich an, als säße man in einem Bus, der Schlangenlinien fährt. Einige Gäste schauten besorgt auf. Ich checkte den Notausgang ins Freie (gleich neben meinem Tisch). Das Hotelpersonal zeigte jedoch keinerlei Reaktion. Im Laufe des TagesWeiterlesen

Tag 69 der Reise, von Ancona nach Castefildaroo, 21 km

8. November 2022 ...

Der Auszug aus Ancona fiel mir nicht schwer. Vielleicht lag es daran, dass ich erst spät in der Dunkelheit und etwas erschöpft in die Stadt kann. Vielleicht war das billige Hotel einfach unwirtlich mit seinem Plastikfrühstück und dem abgenutzten Zimmer. Oder der Lärm, der mir von verstopften Kreisverkehren, Hochstraßen und Tunnelöffnungen entgegenkam. Aber die Stadt endete abrupt und ich fand mich in Feldern zwischen Eisenbahn und der kurvenden Autostrada, die sich glücklicherweise von meinem Weg entfernte. Tatsächlich war die StreckeWeiterlesen

Tag 68 der Reise, von Gabicce Mare nach Pesaro, 17 km, weiter mit dem Zug nach Ancona

7. November 2022 ...

Heute bin ich nur ein kurzes Stück gelaufen, denn von Pesaro bis Ancona nahm Seume die Kutsche, ich den Zug. Der Weg bis Pesaro war allerdings außergewöhnlich schön. Mal gab es Fernsicht bis hinter Rimini, mal schaute man von den Hügeln weit in das Binnenland. Ein Berliner Freund, Enrico Pietracci, empfahl mir die Marken bestens, er hat mich nicht enttäuscht. Vor dem Castello di Fiorenzuola di Focara traf ich Kevin, einen italienischen Fernwanderer Mitte 20. Er ist mit 17 kgWeiterlesen

Tage 66 und 67 der Reise, Ruhetag in Rimini, von Rimini nach Gabicce Monte, 24 km

6. November 2022 ...

english below 06.11.2022 Im November ein ganztägiger Spaziergang am Meer bei strahlendem Sonnenschein – das ist schon cool. Andererseits: über 20 km Hotel an Hotel in mehreren Linien gestaffelt und davor ein Wust an, Bespaßungsutensilien, Umkleidekabinen, Duschen, monströsen Plastikspielsachen, Netzen, Zäunen, Becken, Buden, Booten. Aber der eigentliche Strand war vollkommen leer, flach und breit. Nur die Spuren des nächtlichen Regens waren zu sehen, als ich nach einigen Kilometern durch die Stadt endlich am Meer war. Rimini ist gut gewesen fürWeiterlesen